Ein Projekt der Lernenden Regionen:
Lernenden Regionen

 

Kooperationspartner:
VHS-Braunschweig

VHS-Wolfenbüttel

KVHS-Peine

Netzwerk Zukunft

 

Gefördert vom:
BMBF

 Nachfolgend dokumentieren wir die Berichterstattung zur Regionalen Bildungskonferenz 12./13. September in Wolfenbüttel:
Braunschweiger Zeitung 15.09.2003
Wolfenbüttler-Zeitung 13.09.2003
Wolfenbüttler-Zeitung 12.09.2003
Braunschweiger Zeitung 04.09.2003
Subway, September 2003

Sie können sich den Pressespiegel als Faksimile downloaden: Pressespiegel BiKo.PDF (993kb)


 

 
"Mut machen, selbst zu denken"
Regionale Bildungskonferenz in Wolfenbüttel

Von Hans-Dietrich Sandhagen
Braunschweiger Zeitung, Montag, 15.09.2003
WOLFENBÜTTEL. Mit einem klaren Bekenntnis zum gemeinsamen Lernen in der Region ist die erste Regionale Bildungskonferenz am Wochenende in Wolfenbüttel zu Ende gegangen. Der Abschluss des von der Regionalen Entwicklungsagentur Südostniedersachsen (reson) organisierten Treffens soll somit als Einstieg in die verstärkte gemeinsame Nutzung des regionalen Bildungs- und Wissenspotenzials durch Vernetzung und Kooperation verstanden werden.

"Lernen in der Region ? Die Bildung der Wissensgesellschaft" hatte reson die Konferenz überschrieben, in deren erstem Teil Dr. Uwe Thomas, ehemaliger Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Bedeutung von Bildung in der Zukunft definierte. "Bildung ist dann die große Investition in die Zukunft, wenn sie Wissen nicht als Flucht vor dem Denken versteht", erklärte er vor 120Gästen, die Verantwortung für Bildung in verschiedenen Bereichen in der Region tragen.

Lessings Ratschläge

Angesichts der Veranstaltungsortes, das Lessingtheater in Wolfenbüttel, bezog sich Thomas auf den Aufklärer, der Pädagogen den Rat gab, durch die Verbindung von Theorie und Praxis, Erfahrung und Erkenntnis sowie durch die Überschreitung von Fachgrenzen immer wieder Mut zu machen, selbst zu denken und Neues zu entdecken.

Dr.Gerhard Prätorius, reson-Präsident, betonte in seinem Fazit, bereits jetzt sei die Bereitschaft in Bildungseinrichtungen der Region groß, sich zu öffnen sowie durch Grenzüberschreitung und Kooperation neue Lernmöglichkeiten zu schaffen. Die Konferenz, die sich mit 80 Teilnehmern im zweiten Abschnitt in Workshops mit Detailfragen beschäftigte, etwa dem Qualitätsmanagement in Schulen, habe auch deutlich gemacht, dass diese Prozesse dringend vertieft und verbessert werden müssten.

Lernkompetenz erhöhen

Weil Wissen heute nicht mehr nur einmal vermittelt werde, sondern ein dauerhafter und verstärkt individueller Prozess sei, könnten so die Interessen der Menschen, der Bildungseinrichtungen und auch der Unternehmen verknüpft und gestärkt werden. Gearbeitet wurde in den Workshops in der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel mit regionalen Beispielen, etwa der Verbindung von Lernen und Arbeit im Rahmen des VW-Projektes "5000 mal 5000".

Vor dem Hintergrund der Erkenntnis, dass die Bildungsgesellschaft eine Lerngesellschaft ist und Selbstverantwortung sowie Lernbereitschaft Voraussetzungen für ihr Funktionieren sind, formulierte die Konferenz den Wunsch an Schulen, Hochschulen, Weiterbildungseinrichtungen, Politik und Tarifpartner, die Rahmenbedingungen für Lernkompetenz und Lerngelegenheiten in allen Lebensbereichen verlässlich zu fördern. alt


Auftakt der ersten regionalen Bildungskonferenz

Wolfenbüttler Zeitung, Samstag, 13.09.2003
WOLFENBÜTTEL."Lernen in der Region ? Die Bildung in der Wissenschaft" ist der Titel der ersten regionalen Bildungskonferenz, ins Leben gerufen von Reson, der Regionalen Entwicklungsagentur Südostniedersachsen. Deren Präsident, Dr.Gerhard Prätorius, eröffnete die Konferenz im Rahmen des Projekts Viel-Lernende Region am Freitagabend im Wolfenbütteler Lessingtheater.

Die Veranstaltungsreihe, die am heutigen Samstag mit Workshops in der Fachhochschule fortgesetzt wird, führt Menschen aus der Region zusammen, die in allen Bereichen Verantwortung für Ausbildung tragen. Prätorius wies darauf hin, dass Bildung auf persönlichem Engagement und Eigeninitiative aufbaue. Die Politik könne hier nur die Rahmenbedingungen vorgeben. Das Projekt Viel-Lernende wolle Möglichkeiten des Lernens voneinander schaffen. Dabei bedeute die Übernahme von Verantwortung für die Bildung auch die Übernahme von Verantwortung für die Region.

Nach einem Grußwort von Regierungsvizepräsident Jürgen Franke hielt der ehemalige Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr.Uwe Thomas, den Eröffnungsvortrag. Das Ziel, so Thomas, sei die Bildungsgesellschaft. Wissen setze Bildung voraus, es überlebe selbst aber nur durch Bildung. In der Bildungsgesellschaft hätten alle Menschen die Möglichkeit, einbezogen zu werden, unabhängig von sozialer Herkunft, Alter und Intelligenzquotient.

Heute geht es während der Konferenz unter anderem um Qualitätsmanagement in Schulen. Abschluss ist um 15.30Uhr. en alt


Zukunft des Lernens - Erste Bildungskonferenz beginnt heute

Wolfenbüttler Zeitung, Freitag, 12.09.2003
WOLFENBÜTTEL.Die erste regionale Bildungskonferenz beginnt an diesem Freitag in Wolfenbüttel. Bis Samstagnachmittag geht es um die Frage, ob die Region fit ist für die globale Wissensgesellschaft. Das ist die Ausgangsfrage des Treffens, an dem Vertreter aller Gruppen teilnehmen, die für Bildung, Ausbildung und Lernen in der Region Verantwortung tragen ? in Schule, Ausbildung und Weiterbildung, in Betrieben und anderen Institutionen, in Politik und Verwaltung.

Organisiert wird die Konferenz von der Regionalen Entwicklungsagentur für Südostniedersachsen (reson) im Rahmen des Projektes Viel-Lernende Regionen. Auftakt der Bildungskonferenz ist heute um 17Uhr mit der Vorstellung von Bildungsprojekten im Lessingtheater. Regierungsvizepräsident Jürgen Franke wird den offiziellen Teil der Eröffnung übernehmen, bevor im Kulturzwischenspiel Lessing rezitiert wird.

Um die "Zukunft des Lernens" geht es bis 20.30Uhr in verschiedenen Redebeiträgen. Unter anderem wird der Präsident der Fachhochschule, Professor Wolf-Rüdiger Umbach, sprechen.

Am Samstag wird die Konferenz, die den Untertitel "Von der Region lernen, in der Region lernen, eine lernende Region" steht, mit Workshops in der Fachhochschule fortgesetzt. Gesprochen werden soll unter anderem Qualität und Qualitätsmanagement in Schulen, die Methodenkompetenz der Lehrkräfte, das Projekt Schulen ans Netz sowie die Berufsorientierung in Haupt- und Sonderschulen.

Am Nachmittag wird dann eine Abschlusserklärung abgegeben. Um 16Uhr klingt die erste Veranstaltung dieser Art aus. en alt


"Ziel ist, von anderen zu lernen"
Regionale Bildungskonferenz in Wolfenbüttel soll informieren und vernetzen

Von Katja Dombrowski
Braunschweiger Zeitung, Donnerstag, 04.09.2003
BRAUNSCHWEIG.In weiße Kittel gekleidete Jugendliche stecken über Labortischen die Köpfe zusammen: Sie isolieren ihre eigene Erbsubstanz, die DNA, aus einem Haar. "Heute Abend sehen die Schüler die Auswertung des Experiments ? und verstehen so, wie der Vaterschaftstest funktioniert", erklärt Arntraud Meyer vom Biotechnologischen Schülerlabor Braunschweig.

Schule und Forschung

Die Einrichtung, die sich als Vermittler zwischen Schule und Forschung versteht, ist eins der Praxisbeispiele auf der ersten Regionalen Bildungskonferenz. Am 12. und 13. September kommen im Lessing-Theater und in der Fachhochschule in Wolfenbüttel Vertreter von Bildungseinrichtungen unter dem Motto "Lernen in der Region ? Die Bildung der Wissensgesellschaft" zusammen.

"Ziel ist es, von anderen zu lernen und Vernetzungen herzustellen", erzählt Karin Oesten, vom Projekt VIEL (Von der Region lernen ? In der Region lernen ? Eine lernende Region), das die jährlich geplante Bildungskonferenz ausrichtet. "Wir wollen alle erreichen, die etwas mit Bildung zu tun haben", ergänzt sie.

In vier Workshops diskutieren etwa Lehrer mit Ausbildern in Unternehmen oder Professoren mit Personalleitern. Sie tauschen Erfahrungen aus und entwickeln Perspektiven. "Bildungsprozesse sollen so gestaltet werden, dass sie die Schüler oder Auszubildenden befähigen, unter den veränderten Anforderungen besser zu bestehen", beschreibt Renate Möller-Schläfke von der Bezirksregierung Braunschweig die große Klammer der Konferenz.

Welche Ideen beispielsweise die Berufsbildenden Schulen Goslar-Bassgeige dazu einbringen und wie durch das Projekt "5000 x 5000" eine Qualifizierung im Prozess der Arbeit stattfindet, soll ein Workshop zum Thema Qualität und Innovation erhellen.

Lernort-Kooperation

Unter der Überschrift Vernetzung und Kooperation wird unter anderem ein Beispiel aus Salzgitter vorgestellt: Auszubildende zum Industrie-Elektroniker und Industrie-Mechaniker gehen für vier Wochen in einen anderen Betrieb. Der VW-Azubi lernt in der Lernort-Kooperation etwa Bosch kennen, und auch die Ausbilder knüpfen Kontakte.

Anmeldung unter (05 31) 2 81 30 21, Fax (05 31) 2 81 30 22 oder E-Mail VIEL@reson-online.de alt


Von der Zukunft des Lernens
»Erste Regionale Bildungskonferenz in Wolfenbüttel«

Subway, September 2003
Nicht erst seit den desaströsen Ergebnissen der Pisa Studie vor drei Jahren ist bekannt, dass Bildung in Deutschland ein seit vielen Jahren vernachlässigtes Thema ist. Allerdings brachte der internationale Vergleich das Thema in der Vergangenheit aktueller denn je zurück auf die Titelseiten der Gazetten und die Tagesordnung des Bundestages. Das Bundesministerium für Forschung initiierte vor einem Jahr das Projekt ?Lernende Region - Förderung von Netzwerken", an dem sich nun die deutschen Bundesländer und auch die europäische Union beteiligen.

Ziel dieses Förderprogrammes ist es, die verschiedenen Bildungseinrichtungen besser miteinander zu vernetzen und so lebenslanges Lernen in Beruf und Alltag zu fördern. In der Region Südostniedersachsen wurde deshalb im Juli die Aktion VIEL ins Leben gerufen (von der Region lernen, in der Region lernen eine lernende Region). Durch die verschiedensten Projekte soll VIEL die hiesige Lernkultur verbessern und naturwissenschaftlich-technische Berufe in der Region attraktiver für Auszubildende machen. In Wolfenbüttel findet aus diesem Grund am 12. und 13. September die erste regionale Bildungskonferenz statt - eines der Teilprojekte von VIEL. ?Wir möchten ein Forum zum Thema Bildung in der Wissensgesellschaft etablieren, dass dann regelmäßig einmal im Jahr stattfindet", erklärt Projektleiterin Karin

Oesten. Um dies zu erreichen sind an beiden Tagen alle Interessenten eingeladen, sich mit Bildung in der Wissengesellschaft, so das diesjährige Thema, an den verschiedensten Informationsständen sowie bei Vorträgen und Workshops auseinander zu setzen. Zusätzlich werden noch Vertreter der regionalen Wirtschaft und der verschiedensten Bildungsträger erwartet. Im Rahmen des Round Table am Freitag werden unter anderem Werner Widuckel, Mitglied im Gesamtbetriebsrat der Volkswagen AG, Hanna Kopischke, die Schulleiterin der Berufsbildenden Schulen Bad Harzburg und mit Prof. Dr. Reiner Fricke der Präsident der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel über die Zukunft des Lernens diskutieren. Der Samstag steht hingegen ganz im Zeichen der vier Workshops in den Räumen der Fachhochschule.

?Wir möchten in diesem Rahmen mit Fachleuten aus der Wirtschaft über Weiterbildung im Berufsleben diskutieren und so neue Ideen sammeln", erklärt Karin Oesten. Zu den verschiedensten Themen werden dabei erfolgreiche Praxisbeispiele wie das Projekt 5000 mal 5000 der Volkswagen AG oder die Ausbildungswerkstatt in Braunschweig vorgestellt und gemeinsam, so Oesten, will man anschließend nach Innovationspotentialen in der Arbeitswelt suchen und gemeinschaftliche Projekte anregen. Als Anregung dienen sollen dabei die vorgegeben Themen der Workshops, ?Forschung und Technik" oder ?Lernkultur entwickeln - Prozesse und Methoden", so dass vielleicht bereits die nächste Studie über den Wissensstand der Deutschen, deutlich bessere Ergebnisse liefern kann.

text: Sebastian Walther alt